Auch
Mumps (Ziegenpeter),
eine Virusinfektion,
die meist mit Fieber,
Kopfschmerzen und der
Entzündung der Speicheldrüse
einhergeht, ist besonders wegen
der schweren Komplikationen
ernst zu nehmen.
Bei
etwa jedem zehnten erkrankten
Kind tritt eine Entzündung
der Hirnhäute (Meningitis),
seltener auch des Gehirns
(Enzephalitis) auf. Eine
typische Komplikation ist auch
eine bleibende Schädigung
des Hörnervs bis zur Taubheit.
Für
Mumps-Patienten jenseits
der Pubertät stehen andere
Komplikationen im Vordergrund:
Die Viren infizieren
dann häufig auch die Keimdrüsen
und verursachen bei jedem vierten
Mann eine Hodenentzündung.
Bei jeder zwanzigsten Frau
kommt es zu einer Eierstockentzündung.
Beides kann Unfruchtbarkeit
zur Folge haben. Die rechtzeitige
Impfung gegen Mumps schützt
vor bleibenden Gesundheitsschäden
und sichert den Kindern Lebensqualität
und Entscheidungsfreiheit für
die Zukunft (Kinderwunsch).
Der
vollständige Impfschutz
wird mit zwei Serumgaben
erreicht, die im 12. - 15. Lebensmonat
und im 5. - 6. Lebensjahr injiziert
und idealerweise mit der Masern-
und Röteln-Impfung kombiniert
werden.