Masern
ist die am häufigsten verharmloste
Viruserkrankung des Kindesalters.
Hartnäckig
hält sich das Gerücht, daran
zu erkranken sei "gesünder"
als dagegen zu impfen. Aus diesem
Grund veranstalten einige wohlmeinende
Eltern regelrechte "Masern-Partys",
wenn ein Kind im Freundeskreis
erkrankt ist, um ihre gesunden
Kinder dort absichtlich zu infizieren.
Das würde auch leicht funktionieren,
denn Masern sind sehr ansteckend
und werden durch Tröpfcheninfektion
übertragen. Der unkomplizierte
Krankheitsverlauf (ca. 14 Tage)
ist von hohem Fieber,
einem typischen Hautausschlag,
Husten und Bindehautentzündung
geprägt.
Doch
schwere Komplikationen
wie Lungen- und Mittelohrentzündungen,
die wiederum zu bleibender Schwerhörigkeit
oder Taubheit führen
können, treten häufig auf.
Bei
kleinen Masernpatienten besteht
außerdem ein Risiko von 1:1.000,
an einer schweren Hirnentzündung
zu erkranken, die für etwa
15 Prozent dieser Kinder tödlich
verläuft.
Das
Risiko, nach einer Masernimpfung
einen Hirnschaden zu erleiden,
liegt dagegen nur bei 1:1.000.000.
Die im Vergleich weitaus risikoärmere
Masern-Impfung ist damit der
einzig sichere Schutz vor der
möglicherweise folgenschweren
Erkrankung.
Die
vollständige Immunisierung
erfordert je eine Impfdosis
im 12. - 15. Lebensmonat und
im 5. - 6. Lebensjahr. Eine
Dreierkombination mit Mumps-
und Rötel-Vakzinen wird empfohlen.