Auch
Hib-Infektionen bedrohen
besonders Säuglinge und Kleinkinder.
Das Bakterium Haemophilus influenzae
Typ b wird durch Schmier-
und Tröpfcheninfektion übertragen
und verursacht schwere Infektionskrankheiten.
Gefürchtet sind vor allem die
eitrige Hirnhautentzündung
(Meningitis) und die Kehldeckelentzündung
(Epiglottitis), die Erstickungsanfälle
verursacht.
Die
Infektionen können einen so
rasanten Verlauf nehmen, dass
jede intensivmedizinische Hilfe
und Antibiotikatherapie zu spät
kommen.
Neben
den Todesfällen hinterlässt
die Hib-Meningitis aber auch
bei den überlebenden Kindern
eine traurige Bilanz: Jedes
Dritte erleidet Dauerschäden
mit geistiger und körperlicher
Behinderung. Die Meningitis
bedroht Säuglinge und Kleinkinder
bis zum dritten Lebensjahr,
die Kehlkopfentzündung kommt
am häufigsten zwischen dem zweiten
und sechsten Lebensjahr vor.
Ab dem Schulalter ist das Immunsystem
grundsätzlich Sieger im Kampf
mit dem gefährlichen Bakterium.
Heimtückisch ist allerdings,
dass viele gesunde Menschen
dennoch Träger von Hib-Keimen
sind und sie an Säuglinge und
Kleinkinder weitergeben. Nur
rechtzeitige Impfung schützt
in diesen Fällen. Der deutliche
Rückgang an von Hib verursachten
Infektionen und Todesfällen
belegt die Wirksamkeit der Impfungen.
Entscheidend
ist der frühzeitige Impfbeginn
im dritten Lebensmonat.
Der Impfschutz ist mit der 2.
und 3. Impfung im 5. bzw. 12.
- 15. Lebensmonat vollständig.